Es ist kurz nach neun am Abend. Du hast gearbeitet, eingekauft, die Wäsche ist halb fertig, und jetzt sitzt du noch an Pin Nummer sieben.
Irgendwo hast du gelesen, dass man jeden Tag 15 Pins machen soll. Also machst du Pins. Drei Wochen später schaust du in die Statistik: ein paar Hundert Aufrufe, zwei Klicks, und einer davon warst vermutlich du selbst.
Dann denkst du, es liegt an dir. Dass du nicht kreativ genug bist, nicht technisch genug, nicht schnell genug.
Es liegt nicht an dir. Es liegt daran, dass dir keiner erklärt hat, wie Pinterest wirklich tickt.
Wer Pinterest wie Instagram behandelt, rennt im Hamsterrad. Wer verstanden hat, dass hier gesucht wird, baut sich etwas, das monatelang weiterläuft. Ein guter Pin von mir bringt heute noch Besucher, obwohl ich ihn vor über einem Jahr erstellt habe, und das, während ich mit dem Mountainbike im Wald unterwegs bin.